Information für Engagierte:

Haftpflichtversicherung

Was ist die Haftpflichtversicherung?

Eine Haftpflichtversicherung schützt vor Schadenersatzansprüchen. Wer anderen aus Versehen oder leichtsinnig Unbedacht einen Schaden zufügt, der haftet dafür. Das ist auch bei der Ausübung einer ehrenamtlichen Tätigkeit der Fall. Das bedeutet, dass man für den entstandenen Schäden finanziell aufkommen muss. Eine abgeschlossene Haftpflichtversicherung übernimmt finanzielle Risiken, die ein Schadensfall verursacht.

 

Haftpflichtversicherung im Ehrenamt

Grundsätzlich besteht seit 2006 für alle ehrenamtlich engagierten Bürgerinnen und Bürger in Schleswig-Holstein ein Haftpflichtversicherungsschutz. Das Sozialministerium Schleswig-Holstein hat eine Sammel-Haftpflichtversicherung abgeschlossen, die ehrenamtlich Tätige in Schleswig-Holstein versichert. Der Versicherungsschutz greift dann, wenn der betroffene Ehrenamtliche nicht auf anderem Wege haftpflichtversichert ist.

 

Klären Sie deshalb folgende Fragen, wenn Sie eine ehrenamtlich Tätigkeit aufnehmen:

  • Fragen Sie ihre Versicherungsgesellschaft, ob ihre private Haftpflicht-versicherung auch Schäden bei einer Tätigkeit im Ehrenamt übernimmt. . Nicht in jedem Tarif ist dies der Fall.
  • Findet die ehrenamtliche Tätigkeit innerhalb eines Vereins, Verbands oder einer anderen gemeinnützigen Organisation statt, so ist die Person in der Regel, über deren Haftpflichtversicherung geschützt. Fragen Sie nach, ob es einen Haftpflichtversicherungsschutz für Mitglieder, oder auch für freiwillig Engagierte gibt.

Wird die ehrenamtliche Tätigkeit in einer rechtlich unselbständigen Struktur, z.B. einer Bürgerinitiative geleistet, dann greift der Versicherungsschutz der Sammel-Haftpflichtversicherung.

 

Eine gesonderte Anmeldung zur Inanspruchnahme der Versicherung ist für Initiativen, Gruppen oder Projekte nicht erforderlich. Im Schadensfall oder bei Fragen zum Versicherungsschutz können sich die Betroffenen direkt an den betreuenden Versicherungsdienst wenden. Für Fragen und weitere Informationen stehen wir gerne zur Verfügung.

 

 

Unfallversicherung

Was ist die gesetzliche Unfallversicherung?

Die gesetzliche Unfallversicherung ist ein Zweig der Sozialversicherung und schützt die Versicherten vor den Folgen eines Arbeitsunfalls oder einer Berufskrankheit. Gesetzliche Grundlage ist das Siebte Buch Sozialgesetzbuch (SGB VII). Auf die Frage des Verschuldens kommt es für die Leistungen der Unfallversicherung nicht an, die Leistungen werden grundsätzlich unabhängig vom Verschulden gewährt und vom zuständigen Unfallversicherungsträger festgestellt. Die gesetzliche Unfallversicherung gleicht – durch Rehabilitation und Entschädigung – Gesundheitsschäden aus, die ehrenamtlich Tätige selbst erleiden.

 

Wo bin ich versichert?

Viele bürgerschaftlich und ehrenamtlich aktive Menschen sind über gesetzliche Unfallversicherungen bzw. ihre jeweilige Trägerorganisation unfallversichert. Hierzu zählen u. a. Einrichtungen des öffentlichen Rechts, öffentlich-rechtliche Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften, die Wohlfahrtspflege sowie die Freiwillige Feuerwehr.

 

Für alle engagierten Menschen, die nicht über die gesetzliche Unfallversicherung versichert sind, hat das Sozialministerium Schleswig-Holstein eine Sammel-Unfallversicherung abgeschlossen. Im Rahmen dieser, sind jene Tätigkeiten versichert, die unmittelbar mit dem Ehrenamt in Zusammenhang stehen, dazu zählen auch die An- und Abreise. Die Tätigkeiten müssen in Schleswig-Holstein ausgeübt werden bzw. von Schleswig-Holstein ausgehen.

 

Allgemein gilt für den Unfallversicherungsschutz: Welcher Unfallversicherungsträger zuständig ist, hängt vom Hauptzweck der Organisation ab, für die die ehrenamtliche Tätigkeit erbracht wird. Sofern Sie wissen möchten, über wen Sie versichert sind, fragen Sie in der Einrichtung, für die Sie tätig sind oder bei uns nach, wir helfen gerne weiter.

Sicher engagiert

eine Broschüre der Versicherungen der Sparkassen.

Zu Ihrer Sicherheit

Unfallversichert im freiwilligen Engagement - Broschüre des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales